Seit ihrem Wiederaufbau prägt sie Dresdens Stadtbild wie kaum ein anderes Bauwerk. Jeder kennt sie und sie wird unmittelbar mit Dresden in Verbindung gebracht. Die Dresdener Frauenkirche.

Heute ist es kaum noch möglich, sich eine Silhouette der Dresdener Altstadt ohne Frauenkirche vorzustellen. Seit der Fertigstellung des Wiederaufbaus im Jahr 2005 gehört die Frauenkirche in ihrer Höhe von 91,23 Metern zum Stadtbild wie schon in der Zeit bis zum Einsturz im Jahre 1945.

Woher stammt der Name?

Der Name Frauenkirche ist keine Seltenheit, aber der Grund für den Namen kann nur anhand der Geschichte der Sprache verstanden werden. Der ursprüngliche Name der Dresdner Frauenkirche war „Unserer Lieben Frauen“ und bezog sich auf Maria, die Mutter Jesu. Obwohl die protestantische Kirche keine Marienverehrung kennt wurde der Name nach der Reformation beibehalten und seit vielen Jahren als “Frauenkirche” abgekürzt.

In mehr als 100 deutschen Städten wie z.B. in Meißen, München, Nürnberg oder Bremen sind Frauen- oder Liebfrauenkirchen zu finden. Auch im Ausland gibt es viele Kirchen, Kapellen und Klosterkirchen mit diesem Namen, so z.B. in Belgien oder Frankreich (“Notre Dame“), in Norwegen (“Vår Frue kirke”), Dänemark (“Vor Frue Kirke”), Italien (“Nostra Signora”), Kanada (“Basilica of Our Lady”) und sogar auf Haiti (“Cathédrale Notre-Dame”). Frauenkirchen sind daher Kirchen, die Maria geweiht waren oder sind.

Wissenswertes zur Architektur

Die Liebfrauenkirche ist ein Symbol der protestantischen Kirchenarchitektur. Hier hat das protestantische Glaubens- und Kultverständnis eine architektonische Umsetzung gefunden. Die kühne Idee, einen zentralen Bau mit quadratischem Grundriss unter einer riesigen steinernen Glockenkuppel zu errichten, geht auf den Baumeister George Bähr zurück. Mit seinem Entwurf versteinerte er das Glaubensverständnis Martin Luthers.

Die Frauenkirche ist eine Sandsteinkirche, die auf relativ kleinem Raum gebaut wurde. Der Architekt George Bähr entschied sich für einen Mittelbau mit achteckigem Grundriss. Oben wird der Bau von vier Ecktürmen umschlossen und von einer runden Kuppel mit einer sogenannten Steinlaterne gekrönt.

Sieben Eingänge führen in die Kirchenräume, drei (B, D und F) führen zum Kirchenschiff und vier (A, C, E und G) führen über Treppenhäuser zu den Emporen. George Bähr wählte bewusst einen nicht besonders repräsentativen Vordereingang, weil alle gleich willkommen waren.

Fassade

Das heutige Gebäude beeindruckt durch sein helles Erscheinungsbild, das schon oft von dunklen Steinen durchbrochen wird. Sorgfältig wurden die alten Steine ​​wieder aufgebaut, wo sie sie einst ihren Platz inne hatten. Auf diese Weise wird die Geschichte der Frauenkirche noch lange klar bleiben: Wo Alt und Neu ineinander greifen wird deutlich, das die Vergangenheit stets ein Teil der Zukunft ist.

Kuppel und Laterne

Die Kuppel der Frauenkirche ist in mehrfacher Hinsicht besonders. Sie besteht komplett aus Sandstein und wiegt mehr als 12.000 Tonnen. Mit einer Höhe von 24 Metern und einem Durchmesser von 26 Metern gilt sie als die größte Steinkuppel nördlich der Alpen. Einzigartig ist auch die Form der Kuppel: Die geschwungene Kuppel erweckt den Eindruck einer Glockenform. Dieser Eindruck brachte der Frauenkirche den Beinamen „Steinerne Glocke“ ein.

Über der Kuppel befindet sich die sogenannte Laterne, in der sich die Aussichtsplattform der Liebfrauenkirche befindet. Besucher der Kuppel können aus 67 Metern Höhe in alle vier Himmelsrichtungen blicken. An der Spitze der Laterne befindet sich die Kuppel mit dem Kreuz des neuen Turms der Liebfrauenkirche. Im Geiste der Versöhnung gestiftet und hergestellt, zeugt die in der Kirche ausgestellte Nachbildung des alten Kuppelkreuzes von der Bedeutung eines friedlichen Zusammenlebens.

Besuch der Dresdener Frauenkirche

Die Frauenkirche ist ein offenes Gotteshaus und alle Menschen sind eingeladen, die Schönheit des Raumes zu genießen und die Botschaft der Kirchen – Brücken zu bauen, Versöhnung zu leben und den Glauben zu stärken – aufzunehmen.

Von Montag bis Freitag kann die Frauenkirche normalerweise morgens und nachmittags besichtigt werden. Sie kann auch am Wochenende besichtigt werden, aber die Zeit wird normalerweise aufgrund von Hochzeiten, Taufen, Gottesdiensten und Konzerten verkürzt.

Öffnungszeiten und Eintrittsgelder

Während der offenen Kirche kann der Kirchenraum und die untere Kirche besucht werden. Die Emporen sind nicht frei zugänglich. Um die Frauenkirche kennenzulernen, gibt es bei der Offenen Kirche viele Möglichkeiten:

Freiwillige Kirchenführer können Fragen beantworten. Sie wissen auch, ob spontan an einer Führung teilgenehmen werden kann. Es ist auch möglich gegen eine geringe Gebühr einen Audioguide auszuleihen. Verschiedene Materialien, von Kirchenführern für Kinder bis hin zu detaillierten Broschüren werden auch angeboten. Die Unterkirche ist ein ruhiger Raum für persönliche Andacht und Gebete. Normalerweise kann sie während der offenen Kirchenzeit besucht werden. Eine kleine Ausstellung in der Außenstruktur informiert über die Zerstörung und den Wiederaufbau der Frauenkirche.

Weitere Informationen zur Dresdener Frauenkirche, wie Öffnungszeiten der Emporen, Kuppelaufstieg oder zu entrichtendes Eintrittsgeld gibt es auf der Homepage der Frauenkirche.

Frauenkirche Dresden – Besichtigung

Diese Kameraausrüstung nutze und empfehle ich für die Besichtigung der Frauenkirche:

Sony α6000 E-Mount-Kamera mit APS-C-Sensor

Für Fotos im inneren des Gebäudes empfiehlt es sich, auf eine Kamera zurückzugreifen die eine Geräuschlose Aufnahme ermöglicht. Dies ist z. B. bei der Sony Alpha 6400 möglich.

Sony SEL-50F18F Objektiv

Soll ein Objekt besonders hervorgehoben werden oder willst Du jemanden beispielsweise im Vordergrund der Kirche fotografieren, so lässt sich das 50 mm Objektiv von Sony sehr gut nutzen. Mit dem Blendenwert 1.8 entsteht ein schönes Bokeh und Du kannst die Person oder den Gegenstand recht einfach frei stellen.

SONY SEL18200LE 18 mm – 200 mm Objektiv

So manches Detail befindet sich hoch oben in der Kirche und ist nicht direkt zu erreichen. Das Zoom-Objektiv schafft hier Abhilfe und ermöglicht es, die vielen kleinen Details einzufangen.

SIGMA 16mm F1.4 DC DN Contemporary

Im Innenraum lassen sich die Dimensionen mit einem weitwinkligen Objektiv besonders gut einfangen. Das Objektiv von SIGMA bietet sich hier gut dafür an.

Fotostativ Rollei Allrounder Carbon Black

In der Kirche ergibt das Stativ kaum einen Sinn. Aber für die Außenaufnahmen, gerade bei Nacht, kann ich es wirklich empfehlen. So bekommst Du das Bild scharf und kannst längere Belichtungszeiten wählen.

Dir gefällt ein Bild und Du willst es haben? Kein Problem.

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